Carboxy - Therapie
Kohlendioxyd (CO2) ist ein geruchs- und farbloses Gas, das 1648 von Van Helmont entdeckt wurde.
Der klinische Gebrauch des CO2 hat eine lange Tradition - die erste Dokumentation wurde 1934
im Journal der argentinischen medizinischen Association veröffentlicht.
Physiologische / Biologische Wirkung
Bei subkutaner Applikation diffundiert CO2 sofort in das Unterhautbindegewebe.
Der Großteil des Gases wird durch die Lungen abgeatmet, während ein kleinerer Teil in Kohlensäure in den Geweben
umgewandelt und letztlich über die Nieren ausgeschieden wird.
Obgleich CO2 bei Inhalation giftig ist, hat die subkutane oder intra-abdominale Anwendung keine giftigen Effekte
gezeigt.
CO2 wird heute regelmässig z. B. zum "Aufblähen" des Bauchraumes bei der endoskopischen
Untersuchung innerer Organe verwendet.
Medizinische Wirkung
Die kleinen Kapillaren werden weit gestellt, Schlacken können dadurch leichter ausgeschwemmt werden.
Bei der ästhetisch–medizinischen Anwendung spielt der fettauflösende Effekt eine Rolle, zum einen werden Fettzellen
durch mechanische Einflüsse zerstört, zum anderen wird durch die verbesserte Durchblutung das eingelagerte Fett
schneller ausgeschwemmt und durch das das erhöhte Sauerstoffangebot werden die anfallenden Fettsäuren schneller
oxidiert.
Als Endresultat zeigen sich im Gewebe weniger Fettzellen und ein festeres Bindegewebe.
Vereinfacht gesagt lässt sich alles behandeln, was mit einer
verminderten Durchblutung bzw. verminderten
Sauerstoffversorgung des Gewebes zusammen hängt.